Erfahrungsbericht 14 Tage Vegan Fasten mit Elisabeth Fischer

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Hallo ihr Lieben, wie versprochen gibt es heute eine kleine Zusammenfassung meiner Fastenzeit mit dem Buch „Vegan Fasten“ von Elisabeth Fischer. Der ein oder andere, der meine 2 Wochen „Enthaltsamkeit“ auf Instagram oder Facebook beobachtet hat, wird sich gedacht haben, hallo?! wo ist denn das bitte Fasten? Ehrlich gesagt, habe ich mich das nach den ersten 2 Tagen auch gefragt 🙂 .

Zur ersten Aufklärung sollte man allerdings auch sagen, dass es sich bei den Rezepten aus dem „Vegan Fasten“, nicht um das klassische Fasten mit ausschließlich flüssiger Nahrungsaufnahme und vorheriger, ähm wie nennen wir es jetzt charmant „kompletter körperlicher Entledigung“ geht. Vielmehr ist es das Ziel, den Körper wieder in die richtige Säure-Basen-Balance zu bringen, welche wenn erreicht, auch für ein strafferes Bindegewebe sorgen soll. (Also spätestens da war ich überzeugt!) Außerdem wird der Organismus entlastet und Säuren, die beim Fettabbau entstehen, werden neutralisiert. Die Rezeptzusammenstellung von 120 Rezepten aus einer Mischung von diversen Gemüsegerichten, Suppen und Salaten (und sogar Süßspeisen) sollen pro Woche bis zu 4 Kilos purzeln lassen.

Der Ablauf: Zum Frühstück könnte ich aus einer Vielzahl von fruchtigen Müsli-, Hafer- (bzw. Dinkelflocken) und Smoothie Rezepten wählen. Bis auf die Smoothie Rezepte hat mich das Frühstück immer sehr gut gesättigt, so dass ich problemlos die Zeit bis zum Mittag überstanden habe. Mitunter habe ich dasselbe Frühstück auch 2 Tage hintereinander gegessen, um etwas Vorbereitungszeit zu sparen bzw. auch ab und an eigene Frühstückskreationen mit eingeschoben.

Mittags habe ich mich meist für die Gemüserezepte entschieden (ich hätte hier auch zur Suppe greifen können), welche häufig mit einer zusätzlich Portion Kartoffeln kombiniert werden. Auch für die Kartoffeln gibt es, damit keine Langeweile aufkommt, verschiedenen Zubereitungsvorschläge z.B. als Ofenkartoffel, Püree oder Kartoffelspalten. Somit hat mich auch das Mittag wunderbar satt gemacht und ich hatte genug Power, um mich nach der Arbeit auch noch etwas sportlich zu betätigen.

Zum Abendessen gab es dann meistens eines der Suppenrezepte (hiervon durfte man sogar 2 Teller essen, jucheh!) und den Beilagensalat. Den Beilagensalat kann man entweder zusätzlich zum Mittag oder zum Abendessen kombinieren. Ich habe allerdings einen kleinen Moment gebraucht bis ich dies verstanden habe. 🙂 Außerdem hat man die Möglichkeit eine Mahlzeit durch eines der Salatrezepte zu ersetzen, diese habe ich allerdings nicht genutzt.

Man hat also sehr vielfältige Optionen, die Mahlzeiten individuell nach seinen Geschmack zusammenzustellen, kann sich aber auch an dem von Elisabeth Fischer vorgeschlagenen Wochenplan orientieren. Es wird empfohlen bis 18 Uhr das letzte Essen zu sich genommen zu haben. Ich muss gestehen, dass mir das nicht immer gelungen ist, da ich mitunter durch Sport oder andere Verpflichtungen erst nach 18 Uhr zu Hause gewesen bin.  Manchmal hatte ich dann wiederum durch das für mich doch recht zeitige Abendessen noch ein klitzekleines Hüngerchen bekommen und habe noch etwas Obst oder Nüsse genascht, um nicht mit knurrendem Bäuchlein dazusitzen. Ich fand wirklich alle Rezepte sehr lecker und einfach umzusetzen und hatte auch nicht das Gefühl mich in irgendeiner Form eintönig zu ernähren.

Meine Favoriten aus den 3 Kategorien waren: – Müsli mit Apfel Pflaumenmus – Spargelragout mit grüner Sauce und rosarotes Kartoffelpüree – Paprika-Selleriesuppe-mit-Kokosmilch (S. 76) Um ganz ehrlich zu sein wusste ich nicht genau, wann ich die „süßen Rezepte“ hätte einbinden dürfen und habe sie daher einfach erst einmal weggelassen. Ich werde mich aber sicher bald noch durch sie durch probieren. Als kurze Zusammenfassung nun noch einmal eine Übersicht meiner + und  Punkte:

Als sehr positiv empfand ich: – Die Rezepte sind sehr verständlich erklärt und einfach umzusetzen – Die Rezeptbilder sind sehr ansprechend – Rezepte machen satt und sind vielseitig – Die Zutaten sind in jedem gängigen Supermarkt oder Bioladen erhältlich – Die Zutaten sind alle erschwinglich und der Einkauf gestaltete sich nicht preisintensiver als sonst – Möglichkeit sich aus der Vielzahl der Rezepte individuell seinen eigenen Plan zusammenzustellen – Das Buch enthält auch einen Vorschlag für eine Rezeptzusammenstellung für das 1-Wochen oder 2-Wochen Fastenprogramm (für die Mittag- und Abendgerichte)

Kleine Kritikpunkte: – Nicht jedes Rezept ist bebildert (für mich nicht schlimm, da ich so der Kreativität freien Lauf lassen konnte) – Der Vorschlag für das 2-Wochenprogramm könnte idealerweise auch gleich noch die Frühstücksempfehlung mit enthalten – Ich brauchte einen kleinen Moment um zu verstehen wann und wozu ich den erwähnten Fastensalat essen darf – Manchmal etwas schwierig die Rezepte nur für eine Person auseinanderzufitzeln (habe es dann oft so gelassen und einfach an 2 Tagen gegessen)

Mein Fazit: Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen! Ich habe mich in den 2 Wochen sehr lecker und abwechslungsreich ernährt und mich auch danach unglaublich fit und voller Energie gefühlt und dazu auch noch 3 Kilo Weihnachts- Winterspeck abgenommen. Mr. Longear übrigens auch! 😀 Ich werde nun zukünftig einen Fastentag pro Woche mit Rezepten aus dem Buch fest in mein Programm aufnehmen und habe auch schon gesehen, dass es bereits einen Nachfolger „Vegan fasten & schlank bleiben“ gibt,  der genau diesen Gedanken zusätzlich unterstützt. Ich denke es wird wohl nicht lange dauern bis dieses Exemplar ebenfalls in meine kleine Kochbuchsammlung eintreten wird.

Auch Schwesterchen Vloppina ist vom veganen Fasten restlos begeistert! Drei Kilo weniger und das Gefühl einer gewissen körperlichen Leichtigkeit haben sie davon überzeugt gleich im Anschluss mit dem neuen Buch von Elisabeth Fischer weiter zu machen :).

Noch als kleiner Tipp, auch die zuckersüße Johanna von „The Happy Vegan“ hat sich vom „Vegan Fasten“ Fieber anstecken lassen und vor ein paar Tagen das Programm gestartet. Sie wird ebenfalls über ihre Erfahrungen berichten, also schaut unbedingt mal bei ihr vorbei!

4 Kommentare

    • Schon gesehen. 🙂 Vielen lieben Dank!
      Schade, dass es bei Dir nicht ganz so zufriedenstellend passt mit dem Fastenbuch. Den ein oder anderen Kritikpunkt hatte ich ja ebenfalls erwähnt, fand ihn für mich persönlich nur nicht ganz störend. Kann aber bei vielen Sachen nachvollziehen, was Du meinst. Ich hoffe Du hast trotzdem noch etwas Freude daran, ich hab bei manchen Rezepten einfach etwas improvisiert und die übrige Kokosmilch mal ins Müsli oder zur Suppe gegeben.
      Da sieht man mal wie unterschiedlich die Wahrnehmung ist. 🙂 Schönen Sonntag Dir!

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