Sportreise nach Thüringen/Manebach

Rückblick auf ein sportlichen Wochenende im Thüringer Wald

Letztes Wochenende war es soweit, nachdem mich meine Sportmädels schon meIMG_1766hrfach versucht haben von einer kleinen Sportreise oder besser einem Trainingswochenende in Thüringen zu überzeugen (und ich mich bisher immer irgendwie herauswinden konnte) ging es nun mit gepackter Tasche und Schlafsack ins „Trainingslager“ nach Manebach.

Der Titel der Veranstaltung „Trainingsreiz meets Chill out & Entschleunigung“ lies mich hoffen, dass neben viel Sport auch die Erholung nicht zu kurz kommen sollte (die Erholung gab es in der Nacht sowie durch frische Luft und ganz viel Natur).
André der Veranstalter und Inhaber von Fit mit Schmidt war mir schon durch frühere Hot Iron Kurse (ich habe gelitten!) und der ein oder anderen Bootcamp Veranstaltung bekannt. Dass das Wochenende mit ihm kein Zuckerschlecken wird (sportlich gesehen) und er sich die ein andere anspruchsvolle Beschäftigung für uns überlegt hat, daran bestand für mich kein Zweifel.
So wurde also auch nach Ankunft aller Teilnehmer am Freitagabend nicht lange gefackelt und schon ging es nach einem kurzen Plausch in der Bergwachthütte auf den kleinen Hügel hinterm Haus zum abendlichen Sportprogramm. Kurz abgelenkt vom wahnsinnig schönen Sternenhimmel (sieht man in der Stadt leider viel zu selten) sprinteten wir schon bald Schlitten ziehend (mit Gewichten) über die leicht feuchte Wiese. Neben ein paar Ausdauerübungen erfreuten wir uns an weiteren Übungen zur Kräftigung und Mobilisation. So etwas nennt man dann wohl Nachtsport! Nach kurzer Entspannung am fröhlich knisternden Kamin, befand ich mich bereits in vorzüglicher Bettlaune und so dauerte es auch nicht lange, bis ich mich still und heimlich davon stahl, um mich in meinen Schlafsack zu mummeln und erschöpft einzuschlafen.

Der nächste Morgen wurde mit einem Morgenlauf eingeläutet. Glücklicherweise liegt mir Sport am Morgen und auch das Laufen ganz gut. Der erste Teil (hinab ins Tal zum Bäcker) war auch ziemlich locker zu handeln. Die Wartezeit auf den Brötchenholer wurde mit Burpees (Hockstrecksprung kombiniert mit Liegestütz) und Squats (Kniebeugen) überbrückt. Anschließend ging es zurück zur Hütte. Was sich hinunter so locker leicht angefühlt hatte, wurde nun schon beschwerlicher und ich wünschte mir kurz eine TALhütte und keine BERGhütte gebucht zu haben. Dafür schmeckte das Frühstück anschließend allerdings gleich doppelt so gut!

André hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben den unterschiedlichen Ernährungsansprüchen der Teilnehmer gerecht zu werden. Von frischem Obst, Gemüse, Salaten, Müsli und Trockenfrüchten bis hin zu Nüssen, Aufstrichen, Tofu sowie Sojamilch und Sojajoghurt war alles am Start. Ich brauchte mir also in keinster Weise Sorgen machen, nach dem Training mit knurrendem Magen da zu sitzen. Mitunter musste man sich beim Essen sogar wirklich zügeln, denn das nächste Training stand meist schon wieder bevor und mit dickem Fressbauch kann das schon mal unangenehm werden. So ging es also nach dem Frühstück auf zu den nächsten 2 Trainingseinheiten, die mit einem eher Ausdauer lastigen Workout und anschließendem Muskeltraining mit diversen (zu manchen Zeitpunkten mir sehr verhassten) Accessoires wie Kettlebells, Medizinbällen, Functional Bags, TRX und Fitnessgummibändern daher kamen. Ich habe mich anschließend noch zum Mittag geschleppt und dann kehrte auch schon ganz schnell Ruhe ein.
…der Sporttrupp hat sich mit seinen gefüllten Bäuchen dann nämlich geschlossen zum Mittagsschlaf verabschiedet. 😀

Glücklicherweise habe ich diese Zeit auch effektiv genutzt, denn das Nachmittagstraining hatte es noch einmal in sich. So brachen wir auf zu einem 8 km langen Berg- und Tallauf. …und damit es auch richtig interessant wurde, für die bereits leicht schmerzenden Muskeln, wurde dieser in einer 7er Gruppe mit jeweils aller 30 Sekunden wechselnden Gewichten durchgeführt. So hatte ich also ca. alle 1,5 – 2 Minuten entweder zwei 16 kg schwere Kettlebells oder aber einen 16 Kilo „Functional Bag“ den Berg hochzuschleppen.
Rückblickend bin ich wirklich froh, die Strecke nicht vorab schon gekannt zu haben (wie manch andere Teilnehmer). Ich glaub ich hätte André einen Vogel gezeigt. Zur Halbzeit wurden wir mit einem wunderschönen Ausblick über Manebach belohnt, allerdings wirkte die Hütte (zu der wir ja wieder zurück mussten) wie ein kleiner Punkt am Horizont. Uff. Aber auch das wurde irgendwie bewältigt und am Ende waren wir alle mächtig stolz, diesen Marsch in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit und Motivation absolviert zu haben.

Nach einer letzten Strechingeinheit durfte dann auch endlich in den finalen Entspannungsmodus gewechselt werden. So endete der Tag mit einem kleinen Feuerchen vor der Hütte, einer großen Portion Suppe, Salat und unter anderem noch einer grandiosen Pilzpfanne, (mit handverlesenen frisch gesammelten Pilzen) zu welcher ich tatsächlich EINEN einzigen Pilz beitragen konnte :D).

Am nächsten Morgen weckten mich meine nun doch „etwas“ ziependen Muskeln bereits vor Wecker klingeln. Dieses Mal ging es beim morgendlichen Lauf nicht ins Tal sondern weiter hoch den Berg hinauf. Der Weg nach oben hatte nach halber Strecke bei mir allerdings nicht mehr viel von Laufen sondern mehr etwas von hoch schleppen. Ich frage mich tatsächlich, wie André bei dieser Steigung noch so locker flockig den Berg hinauf hüpfen konnte! Aber glücklicherweise geht es da wo es hoch geht auch immer nach unten. 🙂 Nach einem leckeren Frühstück brachen wir zur letzten Sporteinheit des Wochenendes, in ein kleines Studio im Ort, auf. André konnte es sich natürlich nicht nehmen lassen uns noch einmal ordentlich zu quälen und so hüpften wir zunächst durch eine schweißtreibende deepWORK Runde, um anschließend noch die letzte Portion Energie beim Langhanteltraining verpuffen zu lassen.

Danach war ich so platt wie noch nie aber irgendwie auch ein wenig stolz dieses sportliche Wochenende so gut gemeistert zu haben.

Und ja, zwischendurch dachte ich mir tatsächlich, wieso um Himmels Willen tust Du Dir das an?! Du könntest gemütlich daheim auf der Couch liegen… Rückblickend muss ich sagen, ich würde es sofort wieder tun! Einfach mal raus aus der Stadt, Ruhe, Natur, Sternenhimmel, Sonnenauf- und Sonnenuntergänge genießen, dazu nette Leute und ordentlich sportliche Betätigung. Das ist manchmal tatsächlich befreiender und erholsamer als ein Wochenende faul herum zu lümmeln.

Ende November (vom 27. -29.11.2015) gibt es übrigens wieder ein neues Trainingslager. Mal schauen, vielleicht bin ich ja wieder mit dabei. 🙂

Wer auch mal Lust hat sich von André in tollster Thüringer Umgebung „quälen“ zu lassen, sollte einfach mal auf seiner Seite vorbei schauen: http://www.fitmitschmidt.info/

Sport frei! 🙂

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