Travel Diary – Vegan in Kambodscha (Teil 1)

Mr.-Longear-Vegan-in-Kambodscha-00Mit dem Rucksack vegan durch Kambodscha

Es ist wirklich verrückt, wir sind schon seit über einem Monat wieder zu Hause. Die Rucksäcke sind schon lange wieder in den Keller geräumt und die Urlaubsbräune verliert langsam ihre Intensität aber trotzdem fühlt es sich an als wären wir erst gestern noch am weißen, quietschenden Sandstrand von Coconut Beach entlang spaziert. Wir haben unseren Urlaub unglaublich genossen und möchten unsere Eindrücke und Highlights nun nicht mehr länger für uns behalten. Wer weiß, vielleicht bekommt der ein oder andere von Euch ja auch Lust auf einen Trip nach Kambodscha. Wir können auf jeden Fall empfehlen!

1. Tag Ankunft in Phnom Penh & Weiterreise nach Sihanoukville

Achtung Kambodscha wir sind da! Nach zwei angenehmen Flügen mit Thai Airways International (Frankfurt-Bangkok und Bangkok-Phnom Penh) und guter veganer Verpflegung an Board sind wir endlich am Ziel angekommen. Da wir unbedingt noch an unserem Ankunftstag die Füße ins Meer stecken wollten, ging es ohne lange Pause auch gleich weiter mit einem Mini-Van Richtung Küste. Unserer Fahrer wollte scheinbar lieber ein Formel1 Rennfahrer werden, so sehr hat er sich ins Zeug gelegt uns schnellsmöglich nach Sihanoukville zu bringen. Weder ein heftiger Wolkenbruch mit Monsun-Regen, noch Kühe mitten auf der Straße oder langsame Moped Fahrer, haben ihn in seinem rasanten Tempo gebremst. Nach gut 3,5 Stunden Fahrt mit dem Van  (angegeben waren im Reiseführer mind. 5h), sprangen gleich weiter in ein TukTuk, welches uns dann direkt in unser Hostel brachte. Das OneStop Hostel in Sihanoukville, in welchem wir unsere erste Nacht verbrachten, ist absolut empfehlenswert. Das Personal ist sehr nett, alles war sauber und der kleine Pool, inmitten der Anlage, mit freiem Blick auf den Himmel war ebenfalls klasse. Nach einer schnellen kalten Dusche wurde dann sogleich Sihanoukville erkundet. Natürlich führte uns der erste Weg direkt an den Strand. Mit dem Füßen im Meer wurde uns dann auch endlich bewusst: Wir sind in Kambodscha!! Auf unserem Spaziergang durch die Stadt entdeckten wir gleich zwei tolle vegan/vegetarische Restaurants: die Bamboo Bar in der wir ein absolut leckeres Abendessen genossen haben und das Dao Of Life,wo wir uns zum Abschluss des Tages noch mit einem veganen Eis verwöhnt haben. Ein Blick auf die Karte sagte uns: hier müssen wir spätestens zum Frühstück wieder hin. Es las sich einfach alles so köstlich! Nach gut 36 Stunden auf den Beinen fielen wir dann erschöpft ins Bett und freuten uns schon ganz besonders auf den nächsten Tag, denn da ging es endlich auf die erste Insel!

Hostel: OneStop Hostel, Sihanoukville

RestaurantsBamboo Bar und Dao Of Life

2. – 4. Tag Sihanoukville & Koh Rong (Coconutbeach)

Eine erholsame Nacht in unserem Hostel und einem absolut fantastischem Frühstück im Dao of Life später, ging es dann mit der Speed Ferry auf unsere erste Insel: Koh Rong. Nach einem kurzen Aufenthalt auf der Partymeile Koh Rongs ging es mit einem kleinen Fischerboot weiter zum Coconut Beach. Wir trauten unseren Augen kaum bei der Ankunft. Türkis-Blaues Wasser und ultra weiße Sandstrände gibt es also doch nicht nur auf Postkarten! In unserer Unterkunft wurden wir von Roby, dem Eigentümer von Coconutbeach Bungalow herzlich begrüßt. Bei seiner Frage, warum wir denn erst heute kommen, wurde uns dann erst richtig bewusst wie urlaubsreif wir tatsächlich waren. Es haben sich nämlich bei der Buchung ein paar Fehler eingeschlichen… Wir haben nicht nur ein falsches Datum gebucht sondern dazu noch statt zwei Nächte in einem Bungalow, zwei Bungalows für eine Nacht. Roby nahm unsere Fehlbuchung aber ganz entspannt und so gab es für uns in der ersten Nacht auf Koh Rong ein Zelt direkt am Meer und für die zweite Nacht einen traumhaften Bungalow der einem Baumhaus glich. Unsere Zeit auf Koh Rong verbrachten wir hauptsächlich mit Schwimmen, Lesen und dem Genuss absoluter Ruhe. Toll für uns war auch, dass für Roby der Begriff „vegan“ kein Fremdwort war. So gab es für uns genug leckere Sachen zu essen, wie zum Bsp. extra für uns zubereitete vegane Pancakes. Besonders großartig waren die frisch aufgeschlagenen Kokosnüsse die unmittelbar am Strand wuchsen – frischer und leckerer geht es nicht! Nach einer entspannten einstündigen Massage direkt am Wasser sorgte Roby abends für alle Gäste dann noch für die romantische Stimmung mit Lagerfeuer. Unser absolutes Highlight auf der Insel war das Schwimmen mit fluoreszierendem Plankton. Nachts in vollkommener Dunkelheit im Meer stehen, über einem ein Sternenhimmel der seines gleichen sucht und um einen herum bei Bewegung aufleuchtendes Plankton. Ein Erlebnis das auf jede Bucket-List gehört!

Bungalow: Coconutbeach Bungalow, Kaôh Rŭng, Kambodscha

Restraunt: Dao Of Life

5. – 8. Tag Koh Rong Samloem (Sunset Beach) & Sihanoukville

Nach drei herrlich entspannten Tagen ging es nun wieder mit einem Fischerboot zur nächsten Insel: Koh Rong Samloem. Auch hier erwartete uns bei unserer Ankunft ein traumhafter Anblick. Voll gepackt mit jeweils zwei Rucksäcken wurde das Aussteigen aus dem Boot im Wasser kurzweilig recht spannend, doch das sollte sich noch als die leichteste Aufgabe an diesem Tag erweisen. Mit dem Gedanken gleich wieder in der nächsten Hängematte zu liegen, suchten wir jemanden der uns den Weg zu unserer Unterkunft zeigen kann. Der war auch schnell gefunden, allerdings sagt er uns mit einem leichten Grinsen im Gesicht, dass unser Bungalow genau auf der gegenüberliegenden Seite der Insel ist… „But there is a jungle path with some small rocks so can you walk to your bungalow. It just takes you 45 minutes„. Wir, frisch erholt und höchst motiviert, wollten uns das Geld für eine verhältnismäßig teure Bootsfahrt sparen und so spatzierten wir vollgepackt mit all unserem Hab und Gut und an den Füßen bestückt mit Flip Flops frohen Mutes hinein in den Dschungel. …was anfänglich noch ziemlich easy war, doch umso weiter wir liefen umso größer wurden die Felsen und Wurzeln über die wir (ich möchte es noch mal erwähnt haben: mit unseren Rucksäcken!!!) klettern mussten. Ganz ehrlich, wir fragen uns heute noch wie wir das verhältnismäßig problemlos und ohne Verletzungen überstanden haben. Wir sind auch die drauffolgenen Tage noch mehrmals durch den Dschungel gelaufen (da jedoch mit festem Schuhwerk und Minigepäck)  – denn um die anderen Strände zu erkunden, blieb einem gar nichts anderes übrig – und auch ohne viel Gepäck war die Strecke vom Saracen Bay zum Sunset Beach nicht unbedingt ein Spaziergang. Letztendlich hat sich der Weg aber immer gelohnt. Die Robinson Bungalows sind perfekt wenn man Ruhe sucht und auf WLAN sowie regelmäßigem Strom verzichten kann. Auch hier haben wir  in unserer Unterkunft problemlos super leckeres veganes Essen bekommen. Unsere Zeit auf Koh Rong Samloem verbrachten wir mit einigen Dschungelwanderungen, Schwimmen, Lesen, Yoga am Strand sowie traumhaften Sonnenuntergängen. Es fiel uns wirklich schwer die Insel – diesmal ohne Dschungelwanderung – zu verlassen. Wir haben uns einfach so unglaublich wohl gefühlt und wären gerne noch länger geblieben. Aber Kambodscha hatte ja noch einiges für uns auf Lager! Also brachte uns am achten Tag unserer Reise wieder auf ein Boot zurück nach Sihanoukville, wo wir noch einen Abend und die NAcht verbrachten. Wir konnten uns es natürlich nicht nehmen lassen zum Abschluss noch einmal in unserm lieb gewonnenem Restaurant, dem Dao einzukehren. Genächtigt haben wir dieses Mal im Chochi Garden Guesthouse – da das OneStop Hostel leider ausgebucht war. Am nächsten Morgen lautete unser nächsten Ziel: Kampot! „Da wo der Pfeffer wächst!“

Bungalow: Robinson BungalowsChochi Garden Guesthouse

Essen: Dao Of Life

to be continued …

 

 

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